Ortsverband Meinersen
Aktuelle Information



Sämtliche Bilder mit freundlicher Genehmigung des
WaldKinderGartens Waldenbuch.
Ein Waldkindergarten für Meinersen !

Argumente der Elterninitiative für eine private Trägerschaft - bitte hier klicken.

Weiterführende Informationen zum Thema Waldkindergarten:
Allg. Infos / Bundesverband
Konzepte von WaKiGas
Elternarbeit
Kontakte zu anderen WaKiGas


Erklärung des Staatssekretärs G.Hoofe vom Bundesfamilienministerium

"Bürgerschaftliches Engagement schafft in unserer Gesellschaft eine Kultur der Verantwortung füreinander. .... Es ist ein schönes Zeichen gelebter Solidarität, dass sich Menschen für andere einsetzen. .... Der Staat muss für dieses Engagement den Rahmen schaffen. Davon profitiert unser ganzes Land".

"Mehr als 23 Millionen Menschen oder 36 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren engagieren sich bereits freiwillig. Ihr Einsatz in Vereinen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Bürgerinitiativen ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft von unschätzbarem Wert.

Politik und Wirtschaft leisten einen wertvollen Beitrag, wenn sie den Einsatz auch sichtbar anerkennen und unterstützen", sagt Staatssekretär Gerd Hoofe. www.engagement-macht-stark.de

Der Waldkindergarten
ist eine Form des Kindergartens, die aus Skandinavien stammt. In einem Waldkindergarten werden Kinder im Alter zwischen drei (manches Mal schon ab zwei) und sechs Jahren in der freien Natur betreut. Der Waldkindergarten wird häufig als Kindergarten ohne Dach und Wände bezeichnet. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Kindergärten besteht demnach darin, dass die betreuten Kinder mit ihren Erzieher(inne)n den Kindergartenalltag in der freien Natur, d. h. im Wald, auf der Wiese oder am Strand, verbringen. ( weitere Erläuterungen bei Wikipedia)

Was leistet ein Waldkindergarten im Vergleich zum Regelkindergarten?

In einer sehr umfangreichen Fragebogenaktion hat Dr. Peter Häfner (Download hier) 103 LehrerInnen aus 8 Bundesländern nach Ihren Erfahrungen mit Kindern befragt, die mindestens 2 Jahre (!) in einem Waldkindergarten verbracht haben. Insgesamt wurden 230 Kinder aus 48 Waldkindergärten und 114 Kinder aus Regelkindergärten erfasst. Die LehrerInnen wurden gebeten Wald- und Regelkindergartenkinder auf einer Notenskala von 1= "sehr gut" / "trifft zu" bis 6 = "sehr schlecht!" / "trifft nicht zu", zu bewerten. Hier das Ergebnis:

In Deutschland sind Waldkindergärten seit 1993 anerkannt. Auf der Homepage des Bundesverbandes haben sich bis Dezember 2007 501 Waldkindergärten eingetragen.



Vergleich Wald- u. Regelkindergaeten

Auch wenn die Unterschiede im kognitiven und körperlichen Bereich nicht signifikant sind, so muß doch festgestellt werden, dass der Waldkindergarten dem Regelkindergarten in allen Bereichen überlegen zu sein scheint. Insbesondere was die Konzentration, das Sozialverhalten und die Mitarbeit im Unterricht betrifft, werden die Kinder des Waldkindergartens deutlich besser beurteilt !

Durschnittsnote
"Motivation-Konzentration"
Regelkindergarten
2,28
Waldkindergarten
2,09
"Sozialverhalten"
Regelkindergarten
2,21
Waldkindergarten
2,01
"Mitarbeit im Unterricht"
Regelkindergarten
2,51
Waldkindergarten
2,16
"Musischer Bereich"
Regelkindergarten
2,39
Waldkindergarten
2,26
"Kognitiver Bereich"
Regelkindergarten
2,0
Waldkindergarten
1,95
"Körperlicher Bereich"
Regelkindergarten
1,94
Waldkindergarten
1,92

Ein wichtiger Gesichtspunkt:

Ein wesentlicher Grund für den großen Erolg des Waldkindergartenkonzeptes ist das Engagement der Eltern ! Es ist deshalb kein Zufall, dass der überwiegende Teil der Waldkindergärten einen privaten Träger haben.

(Laut Waldkindergarten-Datenbank werden von den 69 Waldkindergärten in Niedersachen 60% von Vereinen und privaten Trägern, 9% von Kommunen und 4% von Kirchen betrieben. (27% machen keine Angaben.)



Was spricht für eine Elterninitiative als Träger eines Waldkindergartens?
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Elterninitiativen sind Orte für Eltern

Familien - egal in welcher Konstellation - leben heute weitgehend isoliert und auf sich gestellt.

Auf die Unterstützung durch andere Familienangehörige oder Nachbarn können sie immer seltener zurückgreifen.

Elterninitiativen bieten hier Orte für Mütter und Väter, um konkrete Hilfe und Entlastung im Familienalltag zu erfahren, intensive Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

Elterninitiativen sind daher Chance und Herausforderung zugleich: hier können und müssen Eltern mitsprechen, mitarbeiten, mitentscheiden und mitverantworten. (Bundesarbeitsgemeinschaft für Elterninitiativen )

Vorteile einer Elterniniative:

Elterninitiativen reagieren flexibel und initiativ auf veränderte gesellschaftliche Verhältnisse und bringen alternative Betreuungskonzepte in die öffentliche Diskussion.

Entsprechend vielfältig und unterschiedlich sind die pädagogischen Angebote und Konzepte der einzelnen Gruppen, entsprechend variabel die Altersstrukturen und Gruppengrößen. (Quelle Bundesarbeitsgemeinschaft für Elterninitiativen.)

Weitere Argumente:

- Das Angebot kann den Eltern und Kindern angepaßt werden
- großes Mitbestimmungsrecht und Mitgestaltungsrecht der Familien
- ehrenamtliche, kostenlose Tätigkeiten
- zeitnaher und aktiver Einfluß auf Inhalte und Ausführung von Projekten in der Gruppe.
- Eltern sind Vorbild für Ihre Kinder, da sie sich aktiv für die Kinder und für die Gemeinschaft einbringen.

Speziell für die Situation in Meinersen gilt:

- Die Qualität der Kinderbetreuung bleibt in der Diskussion!
- B
ezahlung der ErzieherInnen nach TvöD, das sichert langfristig die Qualität.
- Ein Waldkindergarten
erfüllt die gesetzliche Forderung nach Trägervielfalt.



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